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Was ist ein Sauerstoffkonzentrator?


Ein Sauerstoffkonzentrator ist ein elektronisch angetriebenes Gerät, das Sauerstoff aus der Luft saugt und dann hochkonzentriert weitergibt.
Sauerstoffkonzentratoren werden in vielen Bereichen angewendet: In der Luftfahrt nutzt man sie, um die Flugzeuginsassen im Falle eines Druckabfalls in der Kabine weiterhin mit Sauerstoff versorgen zu können. Aquarienbesitzer nutzen die Geräte manchmal, um den Sauerstoffgehalt im Wasser und damit die Lebensqualität der Fische zu erhöhen. Auch bei Gasbrennern werden Konzentratoren verwendet, um den Verbrennungsprozess effektiver zu machen. Die häufigste Anwendung finden Sauerstoffkonzentratoren aber wohl im medizinischen Bereich, um die Lebenserwartung und Lebensqualität von Patienten zu erhöhen.

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Wofür nutzt man Sauerstoffkonzentratoren?

Viele Herz- und Lungenkrankheiten führen nämlich dazu, dass das Blut nicht mehr über genug Sauerstoff verfügt. Normalerweise liegt der Sauerstoffgehalt im Blut bei mindestens 18 (Frauen) bzw. 20 (Männer) Prozent. Bei einem Sauerstoffmangel im Blut, auch Hypoxämie genannt, sinkt dieser auf unter 12 Prozent.

Anders als oftmals angenommen führen nicht nur Lungenerkrankungen zu einem Sauerstoffmangel: Auch Herz- und Muskelerkrankungen können dazu führen, dass die Arterien nicht genug Sauerstoff ins Blut pumpen. 

Beispiele für Krankheiten, die zu Hypoxämie führen können:

  • Fettleibigkeit
  • häufige Lungenemboien
  • Mukoviszidose
  • Muskeldystrophie

Hypoxämie kann schnell ernsthafte Folgen haben: Betroffene Patienten fühlen sich schnell schwach, sie leiden unter Atemnot, selbst einfaches Gehen fällt ihnen schwer. Oftmals verfärbt sich dabei auch die Haut grau oder bläulich. Ohne ausreichende Behandlung kann ein Sauerstoffmangel vergleichsweise schnell zum Tod führen, meist durch Herzversagen.

Deshalb ist es notwendig, schnell mit einer Therapie anzufangen. Zu Beginn einer Erkrankung ist es oftmals möglich, diese mit Medikamenten zu behandeln, wodurch sich auch der Sauerstoffgehalt des Blutes verbessern kann. Ist der medikamentöse Weg ausgeschöpft, bleibt nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie. Dabei werden die Patienten im Normalfall mindestens 16 Stunden täglich mit Sauerstoff versorgt.

Ein kurze Geschichte der Sauerstofftherapie und Sauerstoffkonzentratoren

Als chemisches Element wurde Sauerstoff 1772 entdeckt. Schon bald versuchten Ärzte, es auch zu medizinischen Zwecken einzusetzen. Doch erst Ende des 19. Jahrhunderts war die Medizintechnik so weit, Sauerstoff auch systematisch zu nutzen. Zunächst wurden damit Lungenentzündungen behandelt, bald auch andere Lungenkrankheiten.

Im 20. Jahrhundert dann wurde die Sauerstofftherapie entwickelt. Zunächst wurden Sauerstoffzylinder genutzt, um Hypoxämie zu behandeln. Doch diese Zylinder hatten zwei große Nachteile: Sie waren sehr massig und leicht entflammbar. Deshalb waren Patienten zunächst gezwungen, praktisch den ganzen Tag im Krankenhaus zu verbleiben, was die Lebensqualität massiv senkte.

Ein nächster Schritt in der Sauerstofftherapie waren Sauerstofftanks. Diese wurden schnell auch als tragbare Tanks angeboten, so dass Patienten von zu Hause aus versorgt werden konnten. Doch auch diese Tanks hatten ihre Nachteile: Zum einen müssen sie ständig nachgefüllt werden. Andererseits sind sie auch sehr schwer, so dass Patienten mit Hypoxämie praktisch das Haus nicht längere Zeit verlassen konnten.

Darüber hinaus wurde die Sauerstofftherapie über lange Zeit nur bei Patienten in späten Krankheitsstadien genutzt, so dass sie wenig effektiv blieb.

Erst Mitte der 70er Jahre änderte sich dies: Die ersten Sauerstoffkonzentratoren kamen auf den Markt. Diese bereiten die bestehende Luft so auf, dass sich der Sauerstoffgehalt erhöht und das Blut so ausreichend versorgt wird. Aber wie funktioniert ein solches Sauerstoffgerät?

Hier lesen Sie mehr zu einer Sauerstofftherapie...

Wie funktioniert ein Sauerstoffkonzentrator?

Moderne Sauerstoffgeräte werden mit haushaltsüblichem Strom angetrieben. Dabei saugen sie kontinuierlich Luft aus der Umgebung. Kern eines Konzentrators sind dabei Membranfilter. Sie entfernen unnütze oder sogar schädliche Partikel, z.B. Staub und Stickstoff, und filtern den Sauerstoff aus der aufgesogenen Luft.

Da der Stickstoff aus der Luft entfernt wird, enthält die konzentrierte Luft einen sehr hohen Anteil an Sauerstoff: Normale Luft aus der Atmosphäre hat lediglich einen Sauerstoffgehalt von ungefähr 21%. Die von einem Sauerstoffgerät gefilterte, hat jedoch einen Sauerstoffanteil von bis zu 96%.

Die meisten gängigen Sauerstoffgeräte verfügen dabei über mehrere Kammern, die pausenlos Stickstoff und Sauerstoff aus der Luft filtern. So ist gewährleistet, dass jederzeit konzentrierter Sauerstoff zur Verfügung steht.

Ein mobiler Sauerstoffkonzentrator lässt sich wunderbar im Alltag verwenden

Welche Arten von Sauerstoffkonzentratoren gibt es?

Die ersten Sauerstoffkonzentratoren waren stationäre Geräte. Diese ermöglichen es Patienten, von zu Hause aus Sauerstoff hinzugefügt zu bekommen. Die technische Entwicklung hat aber mittlerweile auch transportable und tragbare Geräte auf den Markt gebracht.

Stationäre Sauerstoffkonzentratoren

Stationäre Sauerstoffkonzentratoren, auch häusliche Konzentratoren genannt, sind Geräte, die für den Gebrauch zu Hause konzipiert sind. Sie werden an die Steckdose angeschlossen und versorgen den Körper kontinuierlich mit Sauerstoff.

Sauerstoffgeräte für Zuhause sind normalerweise einfach zu bedienen und sehr zuverlässig. Eigentlich funktionieren sie jederzeit, sofern eine Stromversorgung gegeben ist. Weiterer Vorteil: Sie können auch hohe Dosen Sauerstoff abgeben, so dass häusliche Konzentratoren für eigentlich jede Krankheitsphase geeignet sind. Besonders in späteren Phasen, in denen “High Flow”-Geräte mit bis zu 10 Litern Sauerstoffzufuhr pro Minute notwendig werden können, gibt es kaum eine Alternative zu einem häuslichen Gerät. Darüberhinaus bieten stationäre Geräte meist die beste Energieeffizienz und sind vergleichsweise stromsparend.

Nachteil stationärer Sauerstoffkonzentratoren ist, dass sie lediglich in einem Raum, meist zu Hause, nutzbar sind. Zwar gibt es mittlerweile auch vergleichsweise kleine Geräte, mit denen man auch durch die ganze Wohnung gehen kann, für unterwegs sind die häuslichen Konzentratoren aber nicht geeignet.

Tragbare und mobile Sauerstoffkonzentratoren

Wer trotz seiner Krankheit mobil bleiben möchte, wird deshalb kaum um einen tragbaren oder transportablen Sauerstoffkonzentrator herum kommen. Diese Geräte sind besonders handlich und können eigentlich überall hin mitgenommen werden. Dabei ist es normalerweise möglich, sie sowohl per Steckdose als auch mittels Akku mit Strom zu versorgen. Neuere Modelle können auch im Auto aufgeladen werden. Ein Batteriebetrieb ermöglicht eine mobile Nutzung von mehreren Stunden. Sollte die Akkulaufzeit knapp werden, bieten viele mobile Modelle dafür auch einen Stromsparmodus an: Dann wird der Körper nicht mehr kontinuierlich, sondern nach Atemfrequenz mit Sauerstoff versorgt. Die Sauerstoffzufuhr pro Atemzug ist dabei deutlich höher als bei einer ständigen Sauerstoffversorgung, so dass die Zuführung nicht beeinträchtigt wird. Um die Mobilität des Patienten zu gewährleisten, können die meisten tragbaren Geräte mit einer Tragetasche am Körper befestigt werden.

Mobile Sauerstoffkonzentratoren haben aber auch Nachteile: So können sie z.B. nicht in jeder Krankheitsphase eingesetzt werden. Denn die meisten Geräte sind nur für einen mittleren Versorgungsbereich von 2 bis 4 Liter pro Minute ausgelegt. Wer mehr Sauerstoffzufuhr braucht, wird deshalb wohl einen stationären Konzentrator brauchen. Ebenfalls sind die meisten mobilen Geräte weniger energieeffizient als stationäre, sie können im Steckdosenbetrieb also eine höhere Stromrechnung verursachen.

Es gibt also Gründe für und gegen beide Gerätetypen: Stationäre Sauerstoffkonzentratoren haben den Nachteil, dass sie nicht überall hin mitgenommen werden können, stellen aber dennoch weiterhin die Standardversorgung bei Sauerstoffgeräten dar. Ideal wäre es deswegen, sowohl einen stationären als auch einen mobilen Sauerstoffkonzentrator zu nutzen. Dies ist aber aufgrund der vergleichsweise hohen Kaufpreise für ein Gerät nicht immer ohne weiteres möglich, besonders, wenn (s.u.) die Krankenkasse eine Kostenübernahme verweigert.

 

Gebrauch von Sauerstoffkonzentratoren

Im Rahmen einer Sauerstofflangzeittherapie müssen die Konzentratoren regelmäßig genutzt werden. Im Regelfall ist es notwendig, mindestens 16 Stunden täglich Sauerstoff zugeführt zu bekommen. Besonders schwere Fälle können eine ständige Sauerstoffzufuhr nötig machen. Ein Sauerstoffkonzentrator ist also alltäglicher Begleiter von Betroffenen.

Wer Sauerstoff durch die Nase zugeführt bekommt, muss bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten. Denn die Luft, die durch das Sauerstoffgerät zugeführt wird, ist im Regelfall sehr trocken. Bei kontinuierlicher Beatmung ist es daher normalerweise unumgänglich, dass die Schleimhäute strapaziert werden und schließlich vertrocknen. Dies kann Folgekrankheiten mit sich führen, die allein schon angesichts der bereits angeschlagenen Gesundheit der Betroffenen vermieden werden sollten. Deshalb muss die Luft regelmäßig mit Wasser angefeuchtet werden. Dafür haben die Konzentratoren einen speziellen Befeuchter. Bei der Versorgung dieses Befeuchters mit Wasser ist es notwendig, destilliertes Wasser zu verwenden. Denn Leitungswasser oder auch Wasserflaschen aus dem Einzelhandel können Keime in den Destillator geben, welche schnell zu Infektionen führen können, was besonders bei Atemwegserkrankungen ein großes Problem darstellen kann.

Weiterhin ist es wichtig, dass ein Sauerstoffkonzentrator regelmäßig gewartet wird. Besonders die Schläuche müssen gereinigt werden, um Verschmutzungen und damit Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden.

Ein Sauerstoffkonzentrator hat gewöhnlicherweise eine Lebensdauer von mindestens 5 Jahren, bevor er ausgetauscht werden sollte. Einige Teile müssen jedoch regelmäßiger ersetzt werden: Befeuchter und Eingangsfilter sollten nach spätestens einem Jahr, Schläuche, Nasenbrille und Staubfilter monatlich ersetzt werden.

Worauf sollte man beim Kauf von Sauerstoffkonzentratoren achten?

Es gibt viele medizinische Sauerstoffkonzentratoren auf dem Markt. Namhafte Anbieter von Konzentratoren sind beispielsweise DeVilbiss, Invacare, Kröber, Linde, Oxycare und Philips Respironics. Beim Kauf eines Geräts sollten dabei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, so z.B. der Krankheitsverlauf des Patienten, seine Lebensumstände und der Preis eines Gerätes. Auf folgende Dinge sollte besonders beim Kauf geachtet werden:

1. Leistung eines Sauerstoffkonzentrators

Es hängt immer vom Krankheitsverlauf ab, wie hoch die Sauerstoffzufuhr sein muss. Manche Hypoxämien im Anfangsstadium führen dazu, dass man ungefähr einen Liter Sauerstoff pro Minute zugeführt bekommen muss. Andere, fortgeschrittene Krankheiten wiederum bringen höhere Dosen von bis zu 10 Litern Sauerstoff pro Minute mit sich. Vor dem Kauf eines Konzentrators sollte man deshalb genau darauf achten, wie viel Sauerstoff man benötigt bzw. in absehbarer Zeit benötigen wird. Dafür empfiehlt es sich insbesondere, vor Kauf eines Gerätes den behandelnden Arzt bezüglich einer groben Prognose zu konsultieren.

2. Geräuschpegel eines Sauerstoffkonzentrators

Wie bereits erwähnt stellt ein Sauerstoffkonzentrator einen Lebensbegleiter dar, mit dem der Patient fast den ganzen Tag über verbunden ist. Ein Gerät, das im Alltagsbetrieb zu laut ist, kann nicht nur die Konzentration beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu psychischen Problemen führen. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät vergleichsweise geräuscharm ist. Ein guter Sauerstoffkonzentrator sollte auf jeden Fall weniger als 40 Dezibel Lautstärke verursachen. Ideal ist ein Geräuschpegel von ungefähr 35 Dezibel, was ungefähr einem Zimmerventilator entspricht. Dabei sollten weder Filter noch die Luft- oder Wasserzufuhr zu stark zu hören sein. Am besten ist es, wenn der Konzentrator so leise ist, dass man ihn gar nicht wahr nimmt.

3. Energieversorgung eines Sauerstoffkonzentrators

Vor dem Kauf sollte man sich ebenfalls über die Energieversorgung des Gerätes informieren. Besonders bei mobilen Geräten ist Vorsicht geboten, denn die maximalen Akkulaufzeiten können bei verschiedenen Konzentratoren deutlich voneinander abweichen. Wer mobil bleiben möchte, sollte deshalb auf einen starken Akku achten, der mindestens 5 Stunden Laufzeit, wenn nicht sogar noch mehr, hat. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Akkulaufzeiten Richtwerte sind, die im realen Betrieb über- oder unterschritten werden können. Um sicher zu sein, dass man den ganzen Tag über mobil bleibt, empfiehlt es sich, auch einen zweiten Akku zu kaufen. Denn dann kann man ihn gegebenenfalls unterwegs wechseln und muss nicht nach Hause gehen, um sein Gerät wieder aufzuladen. Ein weiteres großes Plus bei mobilen Geräten ist es, die Stromversorgung im Auto mitnutzen zu können. Besonders bei langen Fahrten kann die Akkulaufzeit so nämlich geschont werden.


Aber auch bei stationären Geräten sollte auf die Energiezufuhr geachtet werden. Da ein Sauerstoffkonzentrator mehr oder weniger den ganzen Tag läuft, ist er auch ein erheblicher Posten des Stromverbrauches. Deshalb sollte darauf geachtet werden, ein Gerät mit möglichst hoher Energieeffizienz auszuwählen. Diese Konzentratoren können zwar einen vergleichsweise teuren Anschaffungspreis haben, welcher sich aber wieder durch die jährlichen Energieeinsparungen relativiert.

4. Größe und Gewicht eines Sauerstoffkonzentrators

Auch Größe und Gewicht des Sauerstoffkonzentrators sollten eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen. Viele Patienten, die eine Sauerstoffzufuhr brauchen, sind bereits durch ihre Erkrankung geschwächt und daher nicht mehr ohne weiteres belastbar. Besonders bei mobilen Geräten sollte daher darauf geachtet werden, dass der Nutzer das Gerät ohne Probleme mit sich führen kann. Dabei sollte auch Größe und Gewicht eines zweiten Akkus mit einbezogen werden.
Dies kann auch bei stationären Konzentratoren eine Rolle spielen. Denn es gibt auch kleinere, manchmal sogar rollbare häusliche Geräte, die man dann im Haushalt mit sich führen kann. In allen Fällen empfiehlt es sich, vor dem Kauf genau auszutesten, ob der Patient den Konzentrator ohne Probleme mit sich führen kann. Kann er es nicht, so sollte von einem Kauf lieber Abstand genommen werden.

5. Technik eines Sauerstoffkonzentrators

Schließlich spielt auch die Technik des Geräts eine Rolle. Nicht nur sollte ein Sauerstoffkonzentrator einfach und auch in Notfällen intuitiv zu bedienen sein, die Software spielt ebenfalls eine Rolle. So sollte es beispielsweise möglich sein, die Stromversorgung so zu steuern, dass die Ausgangsleistung dem internen Druckbedarf angepasst wird. So kann viel Strom gespart werden. Ebenfalls geachtet werden sollte auf automatische Fehlermeldungen z.B. bei einem Stromausfall und auf eine Wasserstandsanzeige des Befeuchters.
Bei einer Langzeittherapie mit einem Sauerstoffkonzentrator spielt besonders die Kostenfrage eine Rolle. Denn nicht nur muss das vergleichsweise teure Gerät bezahlt werden, auch die Stromrechnung kann ein großes Loch in das Budget reißen. Hilft die Krankenkasse bei der Kostenerstattung für stationäre und mobile Sauerstoffkonzentratoren?

Diese gefilterte Luft wird dem Patienten dann mit Hilfe einer Atemmaske, üblicherweise durch die Nase, zugefügt. Durch die ständige Zufuhr von gefilterter Luft wird der Sauerstoffanteil des Blutes deutlich erhöht. Die Symptome der Hypoxämie werden dadurch gelindert, der Patient kann dadurch besser atmen und sich besser bewegen.


Sauerstoffkonzentratoren haben so viele Vorteile gegenüber Sauerstoffflaschen: Zum einen muss der Sauerstoff nicht nachgefüllt werden, weil er aus der Luft gewonnen wird. Zweitens sind die Geräte um einiges leichter und sicherer als Sauerstoffflaschen, wodurch sich die Betroffenen leichter in der Wohnung bewegen können. Drittens ist es dank moderner Technologie auch möglich, die Sauerstoffversorgung durch einen Konzentrator mit nach draußen zu nehmen. Denn soziale Vereinsamung und damit verbundene psychische Probleme stellen ein großes Problem für Patienten dar, die ihren Sauerstoff aus einer schweren Flasche beziehen. Mit einem Konzentrator können die Betroffenen, sofern es ihr sonstiger Gesundheitszustand zulässt, an der Gesellschaft teilhaben und ein vergleichsweise normales Leben führen.

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Mobiles Sauerstoffgerät Inogen One G3
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Sauerstoffkonzentratoren und die Krankenkasse

sauerstoffkonzentrator und krankenkassen
Decken Krankenkassen die Kosten eines Sauerstoffkonzentrators?

Allgemein gesprochen können gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Sauerstofflangzeittherapie mit einem Konzentrator übernehmen. Dies wird allerdings von Einzelfall zu Einzelfall entschieden und bedarf eines gesonderten Antrages.

Wichtig bei der Genehmigung ist vor allem, dass eine klare klinische Indikation für die Nutzung eines Sauerstoffgerätes vorliegt. Dies bedeutet, dass die Hypoxämie nicht mehr mit Medikamenten behandelt werden kann. Bei der Beantragung der Kostenerstattung für einen Sauerstoffkonzentrator ist daher eine enge Kooperation mit dem behandelnden Arzt von Vorteil. Weiterhin sollte ein derartiger Antrag sorgfältig und im Zweifel mit professioneller Hilfe ausgefüllt werden, z.B. von einer Sozialberatungsstelle.

Generell haben sich bei den Krankenkassen die Voraussetzungen zugunsten von Sauerstoffkonzentratoren geändert, da Sauerstoffflaschen als nicht mehr zeitgemäß angesehen werden. Es ist also durchaus möglich, dass bei entsprechendem Krankheitsstadium die Kosten für ein Gerät übernommen werden.

In der Vergangenheit haben sich Krankenkassen oftmals geweigert, Patienten die Kosten für ein mobiles Sauerstoffgerät zu erstatten. Doch auch hier hat sich die Lage geändert, denn Gerichte haben entschieden, dass Mobilität auch ein Grundrecht für Patienten mit Sauerstoffarmut im Blut darstellt. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hat deshalb z.B. 2014 entschieden, dass einer Klägerin ein sechs Kilogramm schwerer Konzentrator nicht zuzumuten ist und die Krankenkasse ein tragbares, nur zwei Kilogramm schweres Gerät bezahlen muss (Aktenzeichen: L 5 KR 414/14 B ER).

Weiterhin sind die gesetzlichen Krankenkassen nach Bewilligung dazu verpflichtet, die Stromkosten für den Betrieb eines Sauerstoffgerätes zu übernehmen. Die genauen Modalitäten sind dabei von Kasse zu Kasse unterschiedlich: Einige Krankenversicherungen überweisen pro Gerät einen Pauschalbetrag, andere wiederum bezahlen Teile der Stromrechnung nach Vorlage der Jahresabrechnung. Sprechen Sie am besten mit einem Verantwortlichen Ihrer Krankenkasse.

Wichtig ist bei der Bewilligung durch die Krankenkassen allerdings auch, dass der Lebenswandel des Patienten eine Rolle spielen kann. So entschied das Sozialgericht Heilbronn, dass ein Kläger keinen Anspruch auf einen mobilen Sauerstoffkonzentrator hat, solange er nicht mit dem Rauchen aufhört (Aktenzeichen S 9 KR 4030/13 ER).